Der Vorführende holt ein längliches Etui hervor, das auf seinen Außenflächen je 10, also zusammen 20, sternartige Vertiefungen aufweist (im Folgenden auch als "Fächer" bezeichnet), die mit den Zahlen von 1 - 20 nummeriert sind. Das Etui wird auseinandergeklappt und 20 Sterne fallen heraus, die alle mit einem roten Pfeil versehen sind. Das aufgeklappte Etui liegt auf dem Tisch, daneben liegen die Sterne.

Obwohl die Sterne auf den ersten Blick alle gleich aussehen, behauptet der Vorführende, dass sie doch feine Unterschiede in ihrer Form aufweisen. Das zeigt sich daran, dass jeder Stern nur in ein ganz bestimmtes Fach des Etuis passt. Das demonstriert nun der Vorführende, indem er einen beliebigen Stern aufnimmt und versucht, ihn in eine Vertiefung zu legen. Es zeigt sich, dass dieser Stern z. B. nur in die Vertiefung Nr. 5 passt (1. Demonstration).

Wenn ein Stern verdreht wird (die Pfeile müssen sonst immer in senkrechte Richtung zeigen und zwar so, wie die Zahlen lesbar sind), passt er nirgendwo hinein (2. Demonstration).

Ein Zuschauer darf nun selbst versuchen, für einen Stern das richtige Fach zu finden. Das gelingt ihm - wenn überhaupt - nur nach größten Anstrengungen und vielen vergeblichen Versuchen (3. Demonstration).

Schließlich soll ein Zuschauer versuchen, zwei Sterne zu finden, die aneinander gelegt genau zusammenpassen. Auch das wird ihm nicht gelingen (4. Demonstration). Damit wurde also der Beweis angetreten, dass jeder Stern seine Vertiefung bzw. sein Fach hat.

Der Vorführende behauptet nun, dass er seinen Blick so geschult habe, dass er auf Anhieb den passenden Stern für bestimmte Vertiefungen findet. Ein Zuschauer nennt eine Zahl - ein "Griff zu den Sternen", und schon kann der dazugehörige Stern eingelegt werden (1. Routine).

Oder: Der Zuschauer deutet auf einen Stern, sofort bezeichnet der Vorführende dessen Fach (2. Routine). Es geht noch weiter: Nicht nur der optische Sinn des Vorführenden ist außergewöhnlich, der Tastsinn ist ebenso ausgeprägt. Der Beweis: Der Zuschauer gibt dem Vorführenden unbesehen einen Stern in die Hand. Ein kurzes Abtasten, und schon kann der Stern in die richtige Vertiefung gelegt werden (3. Routine).

Das alles kann beliebig oft wiederholt werden, der Vorführende irrt sich nie! Schließlich legt er blitzschnell noch die restlichen Sterne in ihre Fächer (4. Routine).

Griff zu dem Sternen von Wolfgang Großkopf

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